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Trizonesien

Wirtschaft

Die Wirtschaft des Rheinlands war örtlich sehr unterschiedlich von den Kriegsfolgen betroffen. In Essen waren 28% der Industriebauten völlig vernichtet, 27% erheblich und 45% leicht beschädigt. Köln und Düsseldorf verzeichneten 59% bzw. 23% total verwüstete und 25% bzw. 19% stark zerstörte Gewerbegebäude. Allgemein fielen die Verheerungen geringer aus als zunächst befürchtet. Allein auf die vielen Rüstungsbetriebe war nur ein Siebtel der Bombenlast niedergegangen, die auf Verkehrsanlagen und die Zivilbevölkerung gefallen war. Auch die Demontagen waren erträglicher als erwartet, da die deutsche Verzögerungstaktik meist gravierende Kapazitätsverluste verhindern konnte.

Anders als nach dem Waffenstillstand 1918 ging mit der Kapitulation 1945 die Staatsgewalt in Deutschland auf die Sieger Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und USA über. Von Beginn an spielte die Rhein-Ruhr-Region in deren je eigener Besatzungspolitik eine zentrale Rolle. Fürchteten Briten und Amerikaner Moskaus weitere Westexpansion, so einte Sowjets und Franzosen die Angst vor der deutschen "Waffenschmiede" und das Drängen auf höchstmögliche Reparationen. Nach zähem Ringen und steter Verschärfung des Kalten Krieges unterstellte die "Internationale Ruhrbehörde" das Revier Ende 1948 westlicher Kontrolle. Sowjets und Deutsche blieben außen vor.

 

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