Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

Sie sind hier: WirRheinländer > Das Rheinland unter den Preußen > Preußische Reformbemühungen

Das Rheinland unter den Preussen

Preußische Reformbemühungen im Rheinland

Nach 1815 wurden das Rheinland und Westfalen einer völligen administrativen Neugestaltung unterzogen. Bis 1822 bildeten sich fünf Regierungsbezirke heraus: Düsseldorf, Aachen, Köln, Münster und Arnsberg. Die Provinzialverfassungen machten Preußen zu einem Staat der Regionen. Auch wenn in ihnen das Ständesystem fortlebte, so zeigten sie doch eine wichtige Neuerung: Von ihren „Ständen" gewählt und diesen zugehörig, waren die Abgeordneten von Adel, Städten und Bauern künftig deren Interessenvertreter in der Provinz, nicht Repräsentanten des ganzen Volkes. Langjähriger Grundbesitz war die Voraussetzung für die Wählbarkeit. Die Mandate von ritterschaftlichem Adel (Junkern), Städtern und Bauern in den Landtagen verteilten sich im Osten etwa 3:2:1, im Westen 1:1:1. Hinzu kamen Standesherren und andere erbliche Mitglieder (in der Rheinprovinz nur 6,3%). Am Rhein musste die adelsfreundliche Ständevertretung erst noch eingerichtet werden. Dort fiel dem Adel bei vier Prozent Anteil am Grundbesitz schließlich ein Drittel der Landtagssitze zu. So wurden die westlichen Verhältnisse den seit jeher disproportionalen im Osten angeglichen.

to the english sites