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Teile des heutigen Rheinischen Freilichtmuseums Kommern liegen auf der Verteidigungslinie West, welche die Westgrenze des Deutschen Reiches während des Zweiten Weltkrieges sichern sollte. Die in diese Befestigung eingebauten Bunker waren reine Zweckbauten mit Wand- und Deckenstärken zwischen 30 Zentimetern und anderthalb Metern. Neben der Besatzung waren auch die Waffen, Vorräte an Verpflegung und Munition im Bunker untergebracht. Das Raumangebot pro Mann lag ungefähr bei einem Quadratmeter. Um die Notdurft zu verrichten, stand im Eingangsbereich bzw. der Gasschleuse des Bunkers eine Blechtonne mit entsprechender Öffnung und Torfstreu bereit. Im Zuge der Ausschachtungen für die neue Ausstellungshalle stieß man auf einen solchen Bunker der Westwallanlage. Durch das Loch in der Bunkerdecke wird ein Eindruck vom Bunkeraufenthalt der Flaksoldaten vermittelt.
Der spätere Präsident der USA, General Dwight D. Eisenhower, sagte über die Befestigungsanlage:
"Der Westwall war eine beachtliche Anlage. Die Befestigungen umfassten große Minenfelder, ein verwickeltes System von Hindernissen, ferner Panzergräben, als Blockhäuser getarnte Betonbunker und schwer gepanzerte Maschinengewehrnester, unterstützt von Artillerie und Hilfswaffen und verbunden durch ein hervorragendes Fernmeldenetz."
(Zitiert in Willems, Willem und Manfred Groß, [Hrsg.]: Der Westwall. Vom Denkmalwert des Unerfreulichen, Köln 1997, S. 62.)