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Im dicht besiedelten Rheinland begann die Industrialisierung früher als in anderen deutschen Gebieten. Mit der Industrialisierung zeigten sich an Rhein und Ruhr aber rasch die sozialen Probleme, die mit der Industrialisierung einhergingen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts verarmte die einfache Bevölkerung zusehends. Industrieproletariat entstand. Eine Statistik der Stadt Köln ermittelte 1848 für 60 Prozent der Bevölkerung ein Jahreseinkommen von 100 Talern. Diese Summe reichte nicht aus, eine mehrköpfige Familie zu ernähren. Daher sorgten Frauen und Kinder mit ihrer Arbeitskraft für zusätzliche Einkünfte. Mit zunehmender Verelendung stieg auch die Zahl der Auswanderungswilligen nach Amerika. Der Entschluss, dem Heimatland den Rücken zu kehren, erreichte seinen Höhepunkt mit der größten Auswanderungswelle in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts.