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Aufgrund der Nähe zur luxemburgischen und französischen Grenze griff das revolutionäre Geschehen schnell auf den Trierer Raum über. Hier fand die Revolution guten Nährboden. Schlechte wirtschaftliche und soziale Bedingungen, konfessionelle Streitigkeiten und das mangelnde Entgegenkommen des Königs steigerten die Spannungen und führten zu Unruhen. Doch gegen Ende des Jahres 1849 war die Revolution auch dort gescheitert. Mit Hilfe des Militärs stellte die preußische Regierung ihre Autorität wieder her. Gegen die Rädelsführer der radikalen demokratischen Bewegung, Ludwig Simon und Karl Grün, ging sie hart vor. Die Teilnehmer des Prümer Zeughaussturms wurden angeklagt, woraufhin Ludwig Simon floh. Karl Grün erwirkte durch geschickte Verteidigung einen Freispruch. Andere erhielten Zuchthausstrafen von mehreren Jahren. Beteiligte Landwehrleute wurden standrechtlich erschossen, andere mit langen Festungshaftstrafen belegt.
Welche Antipathie die radikalen Demokraten den Preußen entgegenbrachten, zeigt folgendes "Gebet":
"Erlöse uns, o Herr …
von allen Steuern, die auf die Lebensmittel der Armen gelegt sind,
…
von den vielen fremden Beamten, die kein Herz für uns haben und nur ihren Vorteil, nicht den des Landes suchen,
von dem schlechten Zustand der Volksschulen, in welchem man die brandenburg-preußische Geschichte für unsere vaterländische Geschichte ausgibt,
von aller Unterdrückung im Glauben, Denken, Sprechen und Lernen."
(Auszug aus dem Triererischen Volksblatt vom 26. April 1848, in: Zenz, Emil: Geschichte der Stadt Trier im 19. Jahrhundert, Teil 1, Trier, S.130)