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Bürger "Preußen"

Bürger "Preußen"

Neue Zeiten, neues Glück. Diesem Motto folgend, hatten Vorausschauende die Zeichen der Zeit erkannt und sich den neuen Verhältnissen unterworfen. Besonders im Ruhrgebiet entwickelte sich mit zunehmender Kohleförderung und aufblühender Eisenindustrie eine Hinwendung zum preußischen Staat und dessen Erziehung. Während hier Schwerindustrie entstand, verschwand in der Eifel die Jahrhunderte alte Eisenverhüttung. Denn ohne Eisenbahnanbindung verlor sie rasch an wirtschaftlicher Bedeutung. Eifeler Unternehmer wanderten ab, ehemalige Hüttenleute ebenfalls, verdingten sich in anderen Branchen oder in der Landwirtschaft.

Die bedeutende Stellung der Eisenproduktion in der Rheinprovinz unterstreicht ein Bericht von 1829:
"Vorzüglich reich an Eisen und dem ihm verwandten Stahl … sind die Regierungsbezirke, welche die meisten Höhen enthalten, nämlich: Koblenz, Aachen und Trier. Nicht unbedeutend sind auch die Eisengruben im Oberbergischen; dann in den Kreisen Essen und Kleve. In den beiden letzteren Kreisen findet man das Eisenerz an der Oberfläche der Erde, … ; sonst aber wird das Eisen in Schachten und Stollen zu Tage gefördert; hierauf wird es auf Halden, meist von Knaben, in Stücke gehauen, dann in den Schmelzhütten geschmolzen und in den Hammerwerken geschmiedet. … In den Rheinprovinzen befinden sich 64 Eisenhütten. Dadurch wird mehr Eisen und Stahl erzeugt, als Rheinpreußen bedarf."
(Diesterweg, Dr. F. A. W.: Beschreibung der Preußischen Rheinprovinzen, Krefeld 1829, S. 87ff.)

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