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Das 19. Jahrhundert war von gewaltigen wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen gekennzeichnet. Bevölkerungsexplosion und Bauernbefreiung führten mit der Industrialisierung zu einer vierten Gesellschaftsschicht, dem Proletariat, der rapide anwachsenden Gruppe gewerblicher Lohnarbeiter. Das Bevölkerungswachstum erzeugte ein Überangebot an Arbeitskräften. Die Löhne sanken, die Arbeitsbedingungen wurden schlechter. 90 Arbeitsstunden in der Woche waren zum Lebensunterhalt nötig. Auch die Weber waren von maschineller Entwicklung und Mechanisierung betroffen. Zusätzlich wirkte sich die englische Konkurrenz erschwerend auf das Gewerbe aus. Denn 1818 wurde die Kontinentalsperre aufgehoben und das auf Freihandel beruhende preußische Zollgesetz erlassen. England produzierte günstiger. Während hier mit modernsten Maschinen gesponnen und gewoben wurde, war im Rheinland das Verlagswesen mit Heimarbeit weit verbreitet. Zu Beginn der 40er Jahre kam es im Raum Mönchengladbach – Viersen – Krefeld sowie im Gebiet um Wuppertal wegen der billigen Importware zu Massenentlassungen. Amtsbürgermeister rieten Paaren von der Heirat ab, da sie nicht in der Lage wären, Kinder zu ernähren.
In einem alten Weberlied hieß es:
"Himmel, was für Elend regiert auf der Welt
Das haben ja wirklich die Maschinen angestellt
schreckliche Träume das Herze erfüllt
Eine finstere Wolke den Himmel verhüllt
Das Leben der Menschen ist drückend und schwer
o, wenn doch keine Maschine nicht wär
Viele Arme sich mussten die Nahrung erhol´n
O, wenn doch der Teufel die Maschine tät holen"
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