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Der Wiener Kongress hatte die Wiederherstellung der alten Machtverhältnisse in Europa zum Ziel. Diese Tendenz verstärkte sich 1819 mit den Karlsbader Beschlüssen. Sie zielten auf die Unterdrückung liberaler, demokratischer und nationaler Bestrebungen. Presse und akademische Lehre wurden der Zensur unterworfen. Die preußische Regierung verhielt sich konservativ bis reaktionär. Dies führte im toleranten Rheinland zu andauernden Konflikten. Das Misstrauen, welches die preußische Staatsmacht in Berlin dem liberalen Gedankengut der westlichen Provinzen entgegen brachte, mündete im Polizei- und Überwachungsstaat.
Jacob Venedey klagte nach einer Bespitzelung durch die Polizei:
"So wurde in Rheinpreußen durch die preußische Polizei und ihren Agent provocateur – dem Himmel Dank, daß die deutsche Sprache kein Wort für diese Menschenrace hat – erst eine chimärische Verbindung, ein Verbrechen geschaffen, um durch ihres eigenes Machwerk ein paar Männer in Rheinpreußen, von denen man glaubte, daß sie anders dächten, als die Regierung und Polizei es gnädigst erlaubt, zu vernichten."
(Venedey, Jacob: Preussen und Preußenthum, Mannheim 1839, S. VII)