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Schule

Schule

Die Säkularisation traf auch die Kirchen als konfessionelle Träger von Schulen. Im Laufe der französischen Besetzung zeigte sich eine deutliche Vernachlässigung des Bildungswesens, vor allem im Hinblick auf Elementarschulen: 1814 waren drei Viertel aller Rheinländer Analphabeten.

A. Klebe beschrieb um 1800 das Schulwesen von Neuwied:
"Jede der drei Hauptgemeinden hat ihre eigene Schule, aber die Einrichtung derselben kann keineswegs zum Muster dienen. Man kann sich denken, von welchem Eifer die Lehrer beseelt sein müssen, wenn man vernimmt, dass sie von jedem Kinde jährlich nur 1 Rthlr. rhein. Schulgeld erhalten, wovon sie fast allein leben müssen. Von oben herab sorgt man sich wenig für ihre Verbesserung. Die Kinder der Mennonisten und Inspirierten gehen in die protestantischen Schulen. Die lateinische Schule wird auch ganz sich selbst überlassen, und leistet das nicht, was sie leisten soll, obgleich ein junger fähiger Mann dabei angestellt ist, der in Dessau seine Bildung erhielt."
(Klebe, A.: Reise auf dem Rhein, 1806, Frankfurt a.M., S. 451.)

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