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Einfache Bürger profitierten von der französischen Verfassung am meisten. Das neue Gesetzbuch, der Code Napoléon, garantierte erstmals Grundrechte, wie Freiheit der Person, des Eigentums und Gewerbefreiheit. Daher nahmen die Rheinländer gern französische Manieren an und liebäugelten mit Pariser Mode. Die neue Gesetzesordnung gewährleistete auch die Gleichheit vor dem Gesetz.
Dazu schrieb A. Klebe um 1800 auf seiner Rheinlandreise:
"Die Sitzungen der Gerichte sind öffentlich, die Richter beratschlagen insgeheim; die Urtheile werden mit lauter Stimme verkündet, und müssen die Bewegsgründe nebst den Worten des angewandten Gesetzes enthalten. Alle Bürger sind vor dem Gesetze gleich – jeder Vorzug eher, als ein anderer gerichtet zu werden, ist eine Ungerechtigkeit; alle Privilegien in der Gerichtsbarkeit hören auf."
(Klebe, A.: Reise auf dem Rhein, 1806, Frankfurt a.M., S. 99)